Ich hörte dein Herz brechen am Strand von Usedom.

(Ein Mann in weiß wirft Sand vor sich her, während er vorüber läuft)

Ich betrete den Strand an dem du stehst und stelle mich neben dich und sehe aufs Meer hinaus. Ich zünde eine Zigarette an und warte und wende meinen Blick nicht ab, vom bedeutungslosen Horizont.
Du drehst dich plötzlich zu mir, spuckst mich an und wartest. Meine Zigarette geht aus und ich betrachte weiter den wolkenverhangenen Horizont.

(Ein Mann in grau nimmt den Himmel mit und kehrt den Sand auf.)

Du setzt dich zu mir an den Tisch und blickst mich vorwurfsvoll von der Seite an. Dann greifst du nach meiner Schachtel Zigaretten, fingerst eine raus und entzündest sie zitternd. Mir wird schlecht von deinem Blick.
-Herrgott, schreie ich dich an, was willst du denn von mir?
Du stehst auf und sagst nichts.

(Ein Mann in rot entfernt den Stuhl auf dem du gesessen bist und stellt ein Auto hin.)

160 Sachen. Mittelspur. Hand am Lenkrad. Andere Hand sorgt für ruhiges Rauchen.
- Mehr als ich bin, bin ich dein.
- Du spinnst.
Lachen bei offenem Fenster gegen Fahrtwind.

(Mann in weiß wirft Sand wild um sich. Wind kommt auf.)

Ich hörte dein Herz brechen am Strand von Usedom. Du hast es kommentarlos zerbersten lassen. Hast die Scherben in deiner Hand gehalten und mir gezeigt. Ich habe sie betrachtet, ein kleines, fast rundes Stück genommen und in den Sand gesteckt. Du hast mir den Rest ins Gesicht geschmissen, dich umgedreht und bist los gerannt.

(Ein Mann in blau setzt eine Tür in einen Holzrahmen.)

Es klingelt. Mehrmals, bevor du dich zu mir drehst und mich aufscheuchst. Es ist der Nachbar, der mir ins zerschnittene Gesicht schreit, dass die Sonne scheint, und dann die Treppen singend hinab schreitet. Ich rufe ihm etwas hinterher, dass er akustisch und ich inhaltlich nicht verstehe. Als ich zurück zu dir unter die Decke krieche, hast du nicht bemerkt, dass ich begriff, was der Nachbar meinte und du nicht.

(Zwei Männer in grün löschen alles.)

Wir schweben im Nichts. Wir fallen. Unter uns ist kein Boden. Über uns kein Anfang. Um uns herum ist Leere. Du fasst mich bei der Hand und ich spüre deinen Ring, den ich dir einst baute, als Zeichen, dessen, was uns verbinden sollte und nie verbunden hat. Wir sehen einander an. Wir sind uns nie näher gewesen als jetzt und niemals wieder werden wir uns wieder berühren.