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	<description>stell dir vor es geht und keiner kriegt's hin.</description>
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		<title>Freitagabend. Rumnerden.</title>
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		<pubDate>Fri, 15 May 2009 20:23:02 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Es ist Freitag. Es ist halb zehn. Es ist das zweite Bier und zu wenig Nikotin. Es ist so eine Art von sturmfrei. Es ist der derroman und jede Menge Rechner, geballte Entspannungssucht gepaart mit der Faulheit nicht nochmals das Haus verlassen zu wollen um betrunken auf irgendeiner Party zu versauern oder für zu viel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist Freitag. Es ist halb zehn. Es ist das zweite Bier und zu wenig Nikotin. Es ist so eine Art von sturmfrei. Es ist der derroman und jede Menge Rechner, geballte Entspannungssucht gepaart mit der Faulheit nicht nochmals das Haus verlassen zu wollen um betrunken auf irgendeiner Party zu versauern oder für zu viel Geld in einem Club der früher geil war und heute nur noch Mainstream ist kleinen Kindern dabei zuzusehen, wie sie zu MEINER Musik tanzen.<span id="more-50"></span></p>
<p>Es ist die Feststellung, sich zu alt für so etwas zu fühlen und nach einer Woche Uni und Arbeit und all dem alltäglichen Blödsinn nur noch da sitzen zu wollen und nichts zu tun. Es ist aber auch der Drang nach Neuem. Vor wenigen Jahren noch war das Verlangen nach neuem durch eine andere Biersorte zu befriedigen, oder durch ein bisschen was anderes, oder durch eine weitere Erfahrung mit dem anderen Geschlecht. Heute ist es das gleiche Bier seit Ewigkeiten, weil es das Beste ist und weil sich daran nichts ändern wird. Heute ist das bisschen Andere uninteressant, irgendwie jedenfalls, und selbst wenn, wäre es nicht mehr das Selbe. Und was die drittens erwähnten Erfahrungen angeht, so ist es auch hier ruhig geworden, weil es besser so ist und wunderschön.<br />
Es ist also – damit es nun zum dritten Mal erwähnt wurde – Freitagabend und derroman sitzt zu Hause und hat nichts zu tun, weil alles geschafft ist und er hat auch schon sein Entspannungsprogramm hinter sich gebracht (Nudeln mit Irgendwas, ein Bier und n guter Film) und nun muss also doch irgendwie der ewige Tatenzwang besiegt werden. Es gibt hierzu exakt zwei Möglichkeiten - Möglichkeit eins: Noch mehr des besten Bieres trinken. Möglichkeit zwei: Rumnerden. Da mein Magen Säure ankündigt oder mich vielmehr mit dieser<img class="size-medium wp-image-51 alignleft" style="border: 0pt none; float:left; margin: 5px;" title="Tastaturen und Maus" src="http://www.derroman.com/wp-content/uploads/2009/05/schreibtisch01-300x225.png" alt="Tastaturen und Maus" width="300" height="225" /> bedroht und weil der Grund meines sturmfreien Daseins in einigen Stunden wieder da sein wird und ich ein guter Freund sein möchte, ziehe ich heute rumnerden vor. Was steht an? Windows 7. Ja nein, alles langweilig. Nichts Spannendes. Außer der Feststellung, dass jeder Techblog eine Katastrophe ist und das die vielbesprochene Blogosphäre egal ob aus deutschem Hause oder auf internationalem Parkett unterwegs, immer das Selbe ist: extrem langweilig. Ich kann nicht verstehen, wie Menschen sich hinsetzen und zu Hunderten immer und immer wieder über das Gleiche schreiben und dann auch noch elend viel Feedback kassieren. Es soll nicht heißen, dass ich davon nicht profitiere – so wie heute Abend, wenn ich der Meinung bin, mal wieder alle Rechner und Laptops aus allen Ecken der Wohnung zu kramen, sie auf den Tisch zu stellen und mich zu fragen: Und jetzt?!</p>
<p><img class="size-medium wp-image-52 alignright" style="margin: 3px;float:right;" title="Laptop Nummer 3" src="http://www.derroman.com/wp-content/uploads/2009/05/schreibtisch02-225x300.png" alt="Laptop Nummer 3" width="225" height="300" /></p>
<p>Es ist Freitag. Es ist extrem unbefriedigend. Und ich will nicht mehr sturmfrei haben. Ich will ein Bier und Zigaretten und dann KoQ. Und zwar zu zweit.</p>
<p>PS: Irgendjemand der regelmäßig anwesend und gleichmäßig mitalternden Freunde klaut Pfandflaschen.</p>
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		<title>Ich hörte dein Herz brechen am Strand von Usedom.</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Apr 2009 18:57:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>derroman</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[(Ein Mann in weiß wirft Sand vor sich her, während er vorüber läuft)
Ich betrete den Strand an dem du stehst und stelle mich neben dich und sehe aufs Meer hinaus. Ich zünde eine Zigarette an und warte und wende meinen Blick nicht ab, vom bedeutungslosen Horizont.
Du drehst dich plötzlich zu mir, spuckst mich an und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>(Ein Mann in weiß wirft Sand vor sich her, während er vorüber läuft)</em></p>
<p>Ich betrete den Strand an dem du stehst und stelle mich neben dich und sehe aufs Meer hinaus. Ich zünde eine Zigarette an und warte und wende meinen Blick nicht ab, vom bedeutungslosen Horizont.<br />
Du drehst dich plötzlich zu mir, spuckst mich an und wartest. Meine Zigarette geht aus und ich betrachte weiter den wolkenverhangenen Horizont.<span id="more-47"></span></p>
<p><em>(Ein Mann in grau nimmt den Himmel mit und kehrt den Sand auf.)</em></p>
<p>Du setzt dich zu mir an den Tisch und blickst mich vorwurfsvoll von der Seite an. Dann greifst du nach meiner Schachtel Zigaretten, fingerst eine raus und entzündest sie zitternd. Mir wird schlecht von deinem Blick.<br />
-Herrgott, schreie ich dich an, was willst du denn von mir?<br />
Du stehst auf und sagst nichts.</p>
<p><em>(Ein Mann in rot entfernt den Stuhl auf dem du gesessen bist und stellt ein Auto hin.)</em></p>
<p>160 Sachen. Mittelspur. Hand am Lenkrad. Andere Hand sorgt für ruhiges Rauchen.<br />
- Mehr als ich bin, bin ich dein.<br />
- Du spinnst.<br />
Lachen bei offenem Fenster gegen Fahrtwind.</p>
<p><em>(Mann in weiß wirft Sand wild um sich. Wind kommt auf.)</em></p>
<p>Ich hörte dein Herz brechen am Strand von Usedom. Du hast es kommentarlos zerbersten lassen. Hast die Scherben in deiner Hand gehalten und mir gezeigt. Ich habe sie betrachtet, ein kleines, fast rundes Stück genommen und in den Sand gesteckt. Du hast mir den Rest ins Gesicht geschmissen, dich umgedreht und bist los gerannt.</p>
<p><em>(Ein Mann in blau setzt eine Tür in einen Holzrahmen.)</em></p>
<p>Es klingelt. Mehrmals, bevor du dich zu mir drehst und mich aufscheuchst.  Es ist der Nachbar, der mir ins zerschnittene Gesicht schreit, dass die Sonne scheint, und dann die Treppen singend hinab schreitet. Ich rufe ihm etwas hinterher, dass er akustisch und ich inhaltlich nicht verstehe. Als ich zurück zu dir unter die Decke krieche, hast du nicht bemerkt, dass ich begriff, was der Nachbar meinte und du nicht.</p>
<p><em>(Zwei Männer in grün löschen alles.)</em></p>
<p>Wir schweben im Nichts. Wir fallen. Unter uns ist kein Boden. Über uns kein Anfang. Um uns herum ist Leere. Du fasst mich bei der Hand und ich spüre deinen Ring, den ich dir einst baute, als Zeichen, dessen, was uns verbinden sollte und nie verbunden hat. Wir sehen einander an. Wir sind uns nie näher gewesen als jetzt und niemals wieder werden wir uns wieder berühren.</p>
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		<title>Die Klarheit</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Mar 2009 21:03:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>derroman</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[erdacht]]></category>

		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Kraft einer orientierungslosen Schönheit ist es, was mich heute beschäftigt. Mich nicht mehr los lässt. Mich fesselt und ansaugt. Du fehlst mir. Und du fehlst mir auch. Ihr könntet unterschiedlicher nicht sein und doch habt ihr eins gemeinsam. Ihr seid nicht da.
Die Nacht der Nächte, deren Existenz allein schon ein Gräuel ist – eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kraft einer orientierungslosen Schönheit ist es, was mich heute beschäftigt. Mich nicht mehr los lässt. Mich fesselt und ansaugt. Du fehlst mir. Und du fehlst mir auch. Ihr könntet unterschiedlicher nicht sein und doch habt ihr eins gemeinsam. Ihr seid nicht da.<span id="more-40"></span></p>
<p>Die Nacht der Nächte, deren Existenz allein schon ein Gräuel ist – eine Untat vor dem Herrn – macht mich lachen, ob ihrer kalten Klarheit. Es ist kalt draußen und der Stift liegt vor mir und will angespitzt werden, doch stattdessen passiert gar nichts mehr, denn nichts geht, außer einem Kaffee. Ach, ach, Berlin, ich liebe dich und du liebst mich und wir sind beieinander und uns treu.</p>
<p>Geh nicht weg, sagt sie zu mir und ich lasse sie allein und verschwinde auf nimmer Wiedersehen. Eine große Leere macht sich breit. Lang ersehnt und endlich da. Eiskalt. Traurig. Schwach blau. Und leer. Das ist es, was gut tut nachts, wenn der Himmel klar ist. Und wir damit wieder bei dieser Klarheit sind, die eine Nacht begleiten kann. Wir suchen nach dem Sinn, nehmen Platz und hören dem Schreiber zu. Wir lauschen seinen Worten, die er uns mitteilt.</p>
<p>Es war in Moskau, dieser eine Sommer. Wir kamen aus Shanghai und hatten aus einem unerfindlichen Grund, Zwischenstopp in Moskau. Und als wir nun zwei Stunden warteten, da überkam uns die Lust unseren Trieben freien Lauf zu lassen und somit dem Wahn zu verfallen, etwas kaufen zu müssen. Wir kauften den Flughafen leer. Resultat. Zwei Anzüge. Eine Tablette von Bayer. Fünf goldene Anhänger aus Damaskus und ein wenig Liebe. Letztere gabs umsonst dazu.</p>
<p>Es tut weh im Kopf, was hier vor sich geht und so stehen wir auf, verabschieden die Räumlichkeiten. Das Haus hinter uns lassend, schreiten wir vorwärts – eiligen Schrittes, jedoch nicht rennend – um auf der Brücke, die denn Fluss überquert und die Stadt in zwei Teile spaltet zu verweilen, hinab zu blicken und folgendes zu entdecken:</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-41" src="http://www.derroman.com/wp-content/uploads/2009/03/drahtesel-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></p>
<p style="text-align: right;">
<p><em>„Übrig bleibt nichts, als ein Schatten und das mulmige Gefühl, die Klarheit sei schon vorbei.“<br />
</em><br />
(Pete H. 2009)</p>
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		<title>wir streichen die gewalt - narkotikum [IV]</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Mar 2009 20:51:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>derroman</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Gewalt. Gewalt! Gewalt als einziger und letzter Versuch das verfluchte Leben um mich noch zu spüren. Schlag mich. Tritt mich. Sieh mich wenigstens an. Vernichte mich. Lass mich untergehen in deinem Hass. Lass mich von deiner Wut zerschmettert werden.
Ich sehe, was du fühlst. Ich spüre, was du denkst. Ich merke, was du willst. Doch ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration: line-through;">Gewalt</span>. Gewalt! Gewalt als einziger und letzter Versuch das verfluchte Leben um mich noch zu spüren. Schlag mich. Tritt mich. Sieh mich wenigstens an. Vernichte mich. Lass mich untergehen in deinem Hass. Lass mich von deiner Wut zerschmettert werden.<span id="more-34"></span><br />
<img class="alignleft size-thumbnail wp-image-35" style="border: 0pt none; margin: 5px; float: left;" src="http://www.derroman.com/wp-content/uploads/2009/03/narkotikum-150x150.gif" alt="" hspace="5" vspace="5" width="150" height="150" />Ich sehe, was du fühlst. Ich spüre, was du denkst. Ich merke, was du willst. Doch ich gebe es dir nicht. Du willst mir nicht die Genugtuung geben, die ich haben will. Somit stehe ich auf, verlasse diese brennende Aura, die uns zu zerreißen droht und stehe nun einen halben Meter weiter am Kühlschrank.<br />
- I escaped from Mexican prison.<br />
- Ja, sagst du und spuckst mir zu Füßen.<br />
Ich verfolge dies und setze mich und betrachte dich und hasse dich und genieße dich und rauche schließlich und denke nicht mehr dran. Und du steigst nun empor auf einen Thron, den nur wir kennen und sehen und hassen. Du hasst ihn auch und du bist dir trotzdem nicht zu fein. Doch, sieh es ist eine Falle deines Geistes.<br />
- Eine Falle, schreie ich dich an und lache.<br />
- Schwein, sagst du lustlos und läufst durch die Küche.<br />
- Setz dich.<br />
Ich bitte dich höflichst und du gehorchst. Für einen kurzen Augenblick glaube ich das. Doch Liebe ist auch nicht mehr das, was es einst war, also gehst du erneut durch diesen einen, engen Raum, der uns und unsere Beziehung symbolisiert und sagst mir wieder und wieder, dass du mich liebst und hasst und willst und wegstößt. Und ich glaube dir kein Wort. Keine Silbe. Nicht einmal einen Buchstaben kaufe ich dir ab. Du lügst. Bist Verrat und bitterste Enttäuschung und glaubst noch, dass alles anders sein kann. Und besser.<br />
Nichts wird sich ändern und du weißt das.<br />
- Du weißt das doch, oder?<br />
- Ja, ich weiß das.<br />
Breites Lächeln auf meinem Gesicht und Tränen in deinen Augen.<br />
- Geh mir aus den Augen, flehst du.<br />
Ich reagiere nicht. Fassungslos starrst du mich an. Willst nicht wahrhaben, dass ich Widerstand leiste. Wann, wenn nicht jetzt? Kann es einen besseren Zeitpunkt geben, dich zu negieren und zu penetrieren? Kannst du mich nicht endlich hassen und gehen lassen und vergessen und neu anfangen? So wie damals in diesem einen Sommer, als Gott noch ein Kind war und du so wunderschön? Als die Narzissen sich Mühe gaben zu gefallen, ebenso wie du dich bemühtest den Glanz in meinen Augen aufrecht zu erhalten, der schon damals nur ein milchiger Schein war?</p>
<p>Geh nun. Geh einfach.</p>
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		<title>Mädchengewalt</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Mar 2009 20:08:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>derroman</dc:creator>
		
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		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>

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		<category><![CDATA[U-Bahn]]></category>

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		<description><![CDATA[Berlin ist eine gefährliche Stadt. Das war schon immer so - das wird vermutlich auch immer so bleiben. Dass sich Straftaten seit Beginn der - sagen wir mal - frühen Neunziger vervielfacht haben ist auch klar. Dass es vor Allem junge Menschen sind, die zur Gewaltbereitschaft neigen, wissen wir auch. (Und ich möchte hier niemanden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Berlin ist eine gefährliche Stadt. Das war schon immer so - das wird vermutlich auch immer so bleiben. Dass sich Straftaten seit Beginn der - sagen wir mal - frühen Neunziger vervielfacht haben ist auch klar. Dass es vor Allem junge Menschen sind, die zur Gewaltbereitschaft neigen, wissen wir auch. (Und ich möchte hier niemanden diskreditieren. Auch der Teil nach zwanzig um uns herum schlägt bestimmt mal zu - doch es passt nicht zu Sinn und Zweck dieser Story - sofern überhaupt vorhanden.)<br />
<span id="more-30"></span><br />
Um die Schubladen der Vorurteilskommode noch weiter zu füllen möchten wir sagen, es sind meist die Jungs. Dann kommt ein sozial schwacher Hintergrund dazu, der falsche Stadtbezirk und so weiter und so fort.<br />
Ich sage hier und heute: Alles Quatsch.</p>
<p>Da fuhr ich also gestern am helllichten, wunderbar sonnigen Frühlingsnachmittag einmal quer durch Ostberlin - vom Spittelmarkt zur Eberswalder. Saß gemütlich - es war wohl halb vier - in einer dieser alten U-Bahnen mit der gelben Farbgebung und den unglücklich bunten Kunststoffsitzen, als am U-Bahnhof Senefelder Platz drei Mädchen einstiegen.</p>
<p>Da ich, außer Musik zu hören, nichts zu tun hatte, lasse ich meinen Blick schweifen und ihr Einstieg durch eine der hinteren Türen nahe meiner Sitzgelegenheit blieb nicht unbemerkt.</p>
<p>Die Szene muss dahingehend ergänzt werden, dass ich kurz erläutern möchte, wie sich die Bühne unseres kleinen Schauspiels verhielt: Ich saß gegenüber der Bahnsteigseite ungefähr ziemlich links auf der Bank, links von mir waren noch zwei Plätze und rechts kam alsbald eine dieser unbequemen Haltestangen vertikaler Natur und weiter rechts daneben war ausreichend Platz.</p>
<p>Die drei Mädchen, welche ich inzwischen gleichgültig gemustert hatte und auf typische Prenzlauer Berg Mädchen schätzte (Hallo, ihr Schubladen&#8230;) waren vielleicht um die sechzehn Jahre alt, hübsch aber unauffällig gekleidet und auch ansonsten nicht weiter Aufmerksamkeit erregend.<br />
Zwei von ihnen nahmen direkt links von mir Platz (zur Erinnerung, es waren zwei Plätze für Menschen schlankerer Natur frei) und die ganze Dramatik nahm ihren Lauf.</p>
<p>Ich war für kurze Zeit in Playlisten meines MP3-Players vertieft, als plötzlich die junge Dame links außen anfängt wie eine Verrückte nach rechts zu drängen, was dazu führte, dass sie zuerst das Mädchen zwischen uns und schließlich mich in einem solchen Maße bedrängte, dass ich mich genötigt sah - ob der Haltestange - meinen Körper und mich zu erheben und einen Sitzplatz weiter zu wechseln.</p>
<p>&#8220;Smack my bitch up&#8221;</p>
<p>Ich hörte „The Prodigy&#8221; und konnte insofern nicht verstehen, was die Gören von sich gaben, die nun genügsam zu dritt auf ihren erkämpften Plätzen saßen. Nicht nur schockiert, ich war zu zutiefst entrüstet, ließ mir jedoch nichts anmerken, da ich von Natur aus friedlich veranlagt bin.</p>
<p>Es folgte nach diesem Gerangel alsbald der U-Bahnhof Eberswalder Straße und ich machte Anstalten die Bahn zu verlassen. Die Wahl stand zwischen zwei Türen, davon eine am anderen Ende des Wagens und entgegen meiner gewünschten Richtung, die andere entlang der Schlägerinnen.<br />
Da ich sowohl mein Gesicht bewahren, als auch nicht nachgeben wollte, entschied ich mich für letztere Tür und wurde belehrt, dass Mädchen nicht nur teamfähig (sie gehen meist zu mehrt aufs Klo), sondern auch noch dreist ohne Ende sind:</p>
<p>Nicht etwa, dass die Ungeheuerlichkeit diese Frechheiten fortzusetzen schon genug gewesen wäre, nein, es stellten mir auch noch alle drei(!!!) ein Bein. In der Summe sind das drei potenzielle Stolperfallen und ich hatte Mühe mich auf meinen eigenen Beinen zu halten, hangelte mich mühselig zum Ausgang, drehte mich um, nahm die Ohrstöpsel aus den ebenso genannten Ohren und schaute wie ein geprügelter Affe in die Runde von sechs Augen.</p>
<p>Gekicher.</p>
<p>Aber keines Marke „ladylike&#8221;. Sondern ein sehr provokantes. Bevor ich etwas sagen konnte, bekam ich die filmreife Frage &#8220;Hast du Problem?&#8221; um die Ohren gehauen.</p>
<p>&#8220;Ja&#8221;, sagte ich. Und schon war Schluss. Was sollte ich denn darauf nun lässig antworten?</p>
<p>Ich entschied mich für den buddhistisch, feigen Weg, stieg aus und ging meiner Wege.</p>
<p>Doch der Gedanke lässt mich bis jetzt nicht los.</p>
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		<title>Der irritierte Schläfer.</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Mar 2009 16:07:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>derroman</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[erlebt]]></category>

		<category><![CDATA[Internet]]></category>

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		<category><![CDATA[Penner]]></category>

		<category><![CDATA[Post]]></category>

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		<description><![CDATA[Niedergeschmettert und fernab von Wohlfühlstimmung liege ich auf dem Sofa und harre der Dinge die da kommen. Mir ist heiß und ich habe keinen Hunger. Mein Hals tut weh, der Mann bei der Post ist komisch, aus dem Klo stinkt’s, mein Laptop röhrt wie ein Elch zur Paarungszeit und in der Küche stapelt sich Abwasch. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Niedergeschmettert und fernab von Wohlfühlstimmung liege ich auf dem Sofa und harre der Dinge die da kommen. Mir ist heiß und ich habe keinen Hunger. Mein Hals tut weh, der Mann bei der Post ist komisch, aus dem Klo stinkt’s, mein Laptop röhrt wie ein Elch zur Paarungszeit und in der Küche stapelt sich Abwasch. Kurzum: Ich bin krank.<span id="more-23"></span></p>
<p>Mir tun die Knochen weh (die werbetauglichen Kopf- und Gliederschmerzen), ich habe keine Lust zu rauchen (dann bin ich wirklich krank!), ich trinke freiwillig Tee statt Kaffee, habe schlechte Laune und jammere herum.</p>
<p>Da ich zu allem Überfluss auch noch zu Hause sitze, anstatt im Büro, habe ich hier nun niemanden, den ich vollmaulen, oder von dem ich mir eine Prise Mitleid erhoffen kann. Also bin ich gezwungen, meinen Frust schriftlich festzuhalten und anonym zu klagen.</p>
<p>Ach… nun vergeht mir schon wieder die Lust darauf. Ich würde gern schlafen, doch hab ich das bereits schon so lang getan heute, dass mich zum Halsschmerz nun auch noch schlechtes Gewissen plagt. Und neben mir auf dem Sofa, welches ich aufgrund spontaner Schwitzanfälle mit einer Decke abgedeckt habe, liegt ein riesiger Stapel Matheskripte, die alle durchgepaukt und gelernt werden wollen, denn es stehen Klausuren an.</p>
<p>Doch nichts geht vorwärts.</p>
<p>Das Internet ist heute auch langweilig wie immer. Mein Penner im Pennergame sammelt eifrig Flaschen und hat ebenfalls wie sein realer Ziehvater schlechte Laune. Nachrichten sind auch alle gelesen und es kommen auch keine spannenden dazu. Mein neuer Lieblingsblog schläft auch vor sich hin und mein neuer Lieblingshassblog löscht noch immer meine Kommentare, wenngleich ich das sogar verstehen kann, jedoch bin ich zu faul ihm alle fünf Minuten was neues zu schreiben – warum sperrt er eigentlich nicht meine IP? Komischer Vogel.<br />
Alles in allem bleibt also zu sagen: Heute ist kein guter Tag und hoffentlich geht’s Morgen besser.</p>
<p>PS: Der Typ bei der Post war tatsächlich seltsam. Er bediente mich und trug ein T-Shirt auf dem stand „Klagt nicht, kämpft!“<br />
Und das hat mich tatsächlich berührt und zu dieser heutigen Klageschrift animiert.</p>
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		<title>Blog #4.3</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Mar 2009 19:10:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>derroman</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Nun, ein Blog. Ein großer diesmal. Oder doch wieder schlafend? Vollkommen egal, denn wichtig und damit zum Einstieg geeignet ist ausschließlich folgendes:

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun, ein Blog. Ein großer diesmal. Oder doch wieder schlafend? Vollkommen egal, denn wichtig und damit zum Einstieg geeignet ist ausschließlich folgendes:</p>
<p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/nXyDfbzyOcM&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;color1=0x3a3a3a&#038;color2=0x999999"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/nXyDfbzyOcM&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;color1=0x3a3a3a&#038;color2=0x999999" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p>
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